Antimilitarismus

Dienstag, 24. Januar 2012

Mahnwache am 26.01. gegen Afghanistan-Mandatsverlängerung

Mahnwache anlässlich der Beschlussfassung im Bundestag zur Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan am Donnerstag, dem 26. Januar 2012, von 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr am Brandenburger Tor (Westseite, Platz des 18. März).

Mit einer Aktion und auf Transparenten wird die Friedensbewegung an die Toten des Afghanistan-Krieges erinnern, die Kosten des Krieges summieren und die Forderung erheben, die Truppen sofort und bedingungslos aus Afghanistan abzuziehen. Bei der Mahnwache werden die bisher gesammelten weit über 100.000 Unterschriften "Den Krieg in Afghanistan beenden -- zivil helfen!" präsentiert.

Der Truppenrückzug aus Afghanistan ist nicht die Lösung der Probleme, aber er ist die notwendige Voraussetzung für eine politische Lösung. Deshalb: Truppen raus jetzt und nicht erst 2014! Trotzdem will die Bundesregierung am 26. Januar vom Bundestag den Einsatz der Bundeswehr verlängern lassen.
Das nun vorliegende Mandat für die Kriegsverlängerung bis Anfang 2013 sieht eine winzig kleine Reduzierung des Bundeswehrkontingents um gerade einmal 100 Soldaten vor, bemerkt der Bundesausschuss Friedensratschlag. Laut Antrag der Bundesregierung werden im kommenden Jahr "bis zu 4.900 Soldatinnen und Soldaten mit entsprechender Ausrüstung eingesetzt". Derzeit sind es noch 5.000 Soldaten. Optional wird in der Begründung des Antrags eine weitere Verkleinerung des Kontingents auf 4.400 Soldaten als Ziel genannt, allerdings nur, "soweit die Lage dies erlaubt". Der Abzug der 100 Soldaten soll durch "Auskämmen" erfolgen, d.h. ohne Substanz- bzw. Kampfkraftverlust. Außerdem ist die Bundesregierung bestrebt, im zweiten Halbjahr 2012 vier fabrikneue Kampfhubschrauber TIGER einsetzen zu wollen. Dies würde die Kampfkraft erheblich steigern. Mit anderen Worten: Der Krieg in Afghanistan wird mit verstärkten Mitteln fortgesetzt. Eine Ausstiegsperspektive ist nicht in Sicht. Der vorliegende Antrag ist eine Mogelpackung und dient lediglich der Beruhigung der Bevölkerung, die den Kriegseinsatz nach wie vor mehrheitlich ablehnt.

Die Friedensbewegung antwortet auf die neuerliche Kriegsfortsetzung mit ihrer alten, aber nach wie vor aktuellen Forderung: Sofortiger, bedingungsloser und vollständiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Erst ohne Militär kann zivile Hilfe, die ebenfalls von allen Parteien versprochen wird, in größerem Umfang in Afghanistan geleistet werden. Ziviler Aufbau im Krieg ist eine Unmöglichkeit.

Wer es zeitlich einrichten kann, komme bitte zur Mahnwache am Brandenburger Tor!

Donnerstag, 5. Januar 2012

Coop Anti-Kriegs Cafe - Ausstellung ab Do, 5.1.12 - "DUst & Death -- Die humanitären Folgen von Munition,aus abgereichertem Uran"

Die Internationale Koalition zum Verbot von Uranwaffen (ICBUW) Deutschland lädt herzlich ein zur Eröffnung ihrer Ausstellung "DUst & Death Die humanitären Folgen von Munition aus abgereichertem Uran" ein.
*Eröffnung am Donnerstag, 5. Januar 2012
um 19 Uhr
5.1 - 22.1. 2012 tgl ab 18 Uhr*
Rochstr.3 Berlin-Mitte (Alex)
U-Bahn Weinmeisterstr/Alexanderplatz
S-Bahn Hackescher Markt/Alexanderplatz
*http://www.coopberlin.de/events/du2012/index.html*
mit Prof. Manfred Mohr
und Marie-Claude Bianco, Redakteurin bei der TAZ Link
Uran-Waffen: Humanitäre Folgen und internationale Kampagnen
Professor Manfred Mohr
deutsche Sektion der IALANA e.V.
(International Association Of Lawyers Against Nuclear Arms)
Eine Ausstellung von Alexander Stöcker und Romy Schreiber. In Kooperation mit Handicap International
ICBUW Briefing 2009 auf Deutsch
564 Kb - Format pdf
ICBUW Germany
http://www.bandepleteduranium.org/en/docs/126.pdf
siehe auch
http://www.uran-munition.de/
----------------------
*DIE AUSSTELLUNG*
Leyda war früher immer ein fröhliches Kind gewesen, obwohl in ihrem Land Irak viele schlimme Dinge passierten. Leyda und ihre Freunde hatten eine Idee: Ein kaputter, liegen gebliebener Panzer diente als Schloss, Leyda durfte die Prinzessin spielen und ihre Freunde sollten sie vor einem großen Monster retten...
In den Kriegen im Irak und auf dem Balkan wurde Munition aus abgereichertem Uran (engl. Depleted Uranium, DU) eingesetzt. Auch in Afghanistan, im Libanon und in Somalia weist vieles auf einen Einsatz dieser Waffen hin; er wurde jedoch nicht bestätigt. Durch das schwere Uran-238 erhält die Munition eine sehr hohe Durchschlagskraft. Sie durchbohrt Panzer und Häuser wie Butter. Bei einem Treffer entzündet sich das Uran, und Uranoxid wird freigesetzt, das als Nanostaub durch die Winde bis hoch in die Stratosphäre gewirbelt wird. So kann sich der radioaktive Staub auch rund um den Erdball verteilen. Die winzigen Partikel des hochgiftigen und radioaktiven Schwermetalls können sich über verschiedene Aufnahmewege im Körper einlagern, ihn vergiften, Krebs und weitere schwere Krankheiten auslösen und die DNA, die menschliche Erbinformation, verändern.
So sind Leyda und ihre Freunde auch noch lange nach dem Einschlag der Munition gefährdet, wenn sie gemeinsam den verseuchten Panzer erobern und ihn zu ihrem Schloss verwandeln. Die Ausstellung "DUst & Death erzählt von ihrem Schicksal -- eine erfundene Geschichte, die sich so oder ähnlich in Gebieten, in denen Uranmunition verschossen wurde, abspielt. Sie berichtet von den humanitären Folgen von Uranmunition und von der internationalen Kampagne zur Ächtung dieser Waffe.
Anders als bei Landminen oder Streumunition, wo der direkte Bezug zwischen Waffe und Opfer ganz offensichtlich ist, lässt sich der kausale Bezug von Ursache und Wirkung im Fall von Uranmunition nicht so einfach nachweisen. Manche staatlichen und halbstaatlichen Untersuchungen (darunter auch die der WHO) verneinen einen solchen Zusammenhang nach wie vor. Auf der anderen Seite unterstreicht die UN schon in einer Resolution von 2007 die ernstzunehmenden Gesundheitsrisiken beim Einsatz von Uranmunition. Das EU-Parlament fordert die Mitgliedsstaaten der EU und der NATO auf, Uranmunition zu ächten. Belgien und Costa Rica haben diese Waffen bereits verboten, und andere Länder bereiten ein solches Verbot vor. Auch mehren sich Gerichtsurteile, die kontaminierten Soldaten Schadenersatz zuerkennen.
Der Arbeitskreis Kriegsfolgen von Handicap International Deutschland möchte mit der Ausstellung "DUst & Death" dazu beitragen, dass das Problem der Uranmunition öffentlich wahrgenommen und diskutiert wird. Wir unterstützen die Forderung der International Campaign to Ban Uranium Wepaons (ICBUW) nach einer internationalen Konvention zur Ächtung der Waffen nach dem Vorbild der Konventionen zur Ächtung von Anti-Personen-Minen (1997) und von Streubomben (2008).
Hier können Sie sich die gesamte Ausstellung im PDF-Format ansehen
http://www.handicap-international.de/fileadmin/redaktion/pdf/ausst_du.pdf
Hier finden Sie deutschsprachige Informationen der Internationalen Kampagne für das Verbot von Uranmunition ICBUW
http://www.handicap-international.de/fileadmin/redaktion/pdf/uranwaffen_info_icbuw.pdf
Weitere Informationen finden Sie in englischer Sprache unter http://www.icbuw.org
Der AK Kriegsfolgen stellt sich vor
http://www.handicap-international.de/ueber-uns/ak-kriegsfolgen/vorstellung-ak.html

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